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  • Unnötige Geschenke

    veröffentlicht von Martin Kohlhaas am 11.01.2013 in Geld

    Meine (fast-Ex)-Bank gratuliert mir zum Geburtstag mit einem Blumenstrauß. Muss das sein? Ich will das nicht.

    Blumengruß so groß wie ein Umzugskarton, Bild: Martin Kohlhaas + 1 Bild
    Blumengruß so groß wie ein Umzugskarton, Bild: Martin Kohlhaas

    Der Postmann klingelte heute Morgen bei frostigen Temperaturen mit einem riesigen Paket (Assoziation Umzugskarton). Verwunderung auf unserer Seite – wir haben doch gar nichts bestellt. Die Lösung gab es auf beiliegender Karte. Achtzehn Tage vor dem Termin erreichte mich ein Blumengruß der Deutschen Bank.

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    Spontan kann ich mich darüber nur aufregen:

    1. Der Strauß ist hässlich (Warum setze ich mich solchen Geschmacksfragen aus, wo doch klar sein sollte, dass in den meisten Fällen die Farbe nicht die richtige ist oder die Blumensorte oder, oder)
    2. Blumen – mitten im Winter? Wo kommen die her? Die müssen transportiert werden (mehrfach), die gehen bei den Temperaturen ein, ich will die nicht.
    3. Was will ich von (m)einer Bank? Dass sie mein Geld verwaltet und das ordentlich. Und da war ich mit der Deutschen Bank gar nicht mehr glücklich (Spekulation mit Nahrungsmitteln, Hungerprofite, Immobilien USA, etc.) Meine Bank heißt jetzt Ethikbank bis auf ein paar Restposten, die kurzfristig nicht einfach los zu kriegen sind.

    Jetzt habe ich den Kram am Hals, muss die Pappe zum Container bringen und den Strauß irgendwo unauffällig unterbringen (die Blumen können ja nix dafür).

    Meinetwegen schickt eine Karte aber nehmt das Geld für solche Späße für die Reduktion der Kontoführungsgebühren, steckt es in das Personal oder spendet es für Brot für die Welt – aber schickt mir keine Blumenkartons mehr.

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    (Vierzig soll ja echt kein einfaches Alter sein, aber der Blumenstrauß sieht verdammt echt nach Grabschmuck aus)

  • Urlaub in Minecraft

    veröffentlicht von Martin Kohlhaas am 05.01.2013 in Spielen · 2 Kommentare

    Man soll sich ja für seine Kinder interessieren und auch dahin gehen, wo die sind, um zu wissen, was sie tun. Also habe ich in den Ferien Urlaub mit den Jungs gemacht, direkt zu Hause am Tisch und doch in einer anderen Welt - in Minecraft.

    K. (links) und ich auf unserem zukünftigen Rathausplatz in einer Arbeitspause, Bild: Bildschirmfoto + 2 Bilder
    K. (links) und ich auf unserem zukünftigen Rathausplatz in einer Arbeitspause, Bild: Bildschirmfoto

    Spannend war zunächst, wie sich dabei die Verhältnisse umkehrten. Ich – ohne Ahnung von irgendwas – wurde erstmal belehrt, wie in meine „hot bar“ einzurichten habe, was ich zuerst zu machen habe: „Wir brauchen erstmal eine Mine“ und dass ich mich nicht verzetteln soll „Du musst erstmal Metall finden, für bessere Spitzhacken, bevor Du den Garten machst“ usw. Plötzlich sind die Jungs ganz zielstrebig, haben einen Plan, verplempern keine Zeit mit sinnlosen Sachen.

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    Nach einer Weile habe ich mich an die Umgebung gewöhnt, kriege immer immer wieder einen Schock, wenn eine Spinne, ein Creeper oder Skelett oder was auch immer mich von der Arbeit ablenken will, lerne mich zu verteidigen. Ich lerne aber auch die Tage zu schätzen, das Erfolgserlebnis wie schnell man die Landschaft umgestalten kann, etwas gebaut kriegt und so weiter. Die Minecraft-Tage gehen immer schnell vorbei und dem entsprechend ist die dort verbrachte Zeit sehr dicht. So eine Session von ein paar Stunden entspricht gefühlten zwei Wochen mit echter körperlicher und geistiger Anstrengung.

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    Immerhin durfte ich mich stadtplanerisch durchsetzen und meine Ideen für die ersten Siedlungen an-arbeiten. Ich kann jetzt verstehen, was die Jungs stundenlang in dieser Welt hält. Letztens lief mir ein Artikel über den Weg „Why high-level World of Warcraft players make better employees than Harvard MBAs“, den ich nach dieser Erfahrung gut nachvollziehen kann.

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    Wie geht es weiter? Nun - zunächst bin ich mit meinen neu gewonnenen Fähigkeiten erstmal ganz am Anfang: Feed the Beast muss man eigentlich haben und lernen. In das craften mit Redstone bin ich noch gar nicht eingestiegen, und überhaupt bin ich noch völlig ineffizient. In jedem Fall werde ich mich nach weiteren Möglichkeiten für Online-Gameserver umschauen, denn ich habe schon das Gefühl, dass in größeren Gruppen der Erlebniswert noch weiter steigt, denn dann kommen noch die Ansprachen über gemeinsame Ziele, Verteilungsdiskussionen über Rohstoffe usw. hinzu.

  • Meine Jeans sind unhaltbar

    veröffentlicht von Martin Kohlhaas am 18.12.2012

    Weihnachten ist ja die Zeit der Wünsche: ich wünsche mir endlich wieder robuste Jeans.

    Jeans mit Loch, Bild: Martin Kohlhaas + 1 Bild
    Jeans mit Loch, Bild: Martin Kohlhaas

    Jeans verbindet man ja gemeinhin mit Cowboys, die den ganzen Tag im Sattel sitzen und von daher mit dem Attribut unkaputtbar.

    Ich mache seit Jahren sie Erfahrung, dass meine Jeans (unterschiedlichste Hersteller) immer nach relativ kurzer Zeit von ca. einem Jahr kaputt gehen. Es ist fast, als wären Sollbruchstellen eingerichtet. Mit mir als Stadtbewohner haben meine Hosen relativ wenig durchzumachen. OK, ich bin ab und zu mit dem Fahhrad unterwegs, aber längst nicht jeden Tag - und wenn schon.

    Bei meiner aktuellen Jeans habe ich mich besonders geärgert. Als Verbraucher ist man ja in der Verantwortung korrekte Sachen zu kaufen, also wurde es eine Öko-Hose von Kuyichi. Doch auch hier das gleiche Bild: kaum ein Jahr getragen – Loch.

    Auch die Hersteller sollten ihre Verantwortung wahrnehmeb und neben der Verwendung korrekter Materialien und fairer Verarbeitung usw. haltbare Sachen herstellen.

    Im Berufsalltag ist Flicken leider auch keine überzeugende Lösung. Also bleibt nur die Weiterverwendung in Werkstatt und Garten – sehr unbefriedigend.

    Für Hinweise zu wirklich haltbaren Jeans oder Alternativen bin ich dankbar. Auch für unauffällige Formen der Verstärkung?

    Frohe Weihnachten.

  • Eltern und Kinder auf facebook

    veröffentlicht von Martin Kohlhaas am 07.12.2012 in Internet, Kinder

    … wenn beide Generationen befreundet sind

    Die einen wollen kontrollieren, die anderen müssen aufpassen, dass sie sich nicht gehen lassen, oder geht es auch anders? Ein Artikel zur Eltern-Kind-Kommunikation in sozialen Netzen bei t3n.

  • Stadt Weimar sammelt alte Mobiltelefone

    veröffentlicht von Martin Kohlhaas am 28.11.2012 in Recycling, Technik · 2 Kommentare

    Der Verwertungs-Erlös soll dem diesjährigen Menschenrechts-Preisträger zugutekommen. Bei der Aktion der Deutschen Umwelthilfe zahlt die Telecom 3 Euro pro Handy. Jeweils die Hälfte davon erhält die Stadt, um die Arbeit des Bischofs Maroy Rusengo im Kongo zu unterstützen.

    Handysammlung, Bild: Martin Kohlhaas + 1 Bild
    Handysammlung, Bild: Martin Kohlhaas

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    Radio Lotte berichtete heute über die Aktion der Stadtverwaltung Weimar. Da bin ich doch gleich mal hin, doch in der Schwanseestraße wurde ich ans Rathaus verwiesen, denn nur dort gäbe es eine Sammelkiste. Stimmt. Jetzt haben wir eine Kiste Elektroschrott weniger.

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    Für das Archiv habe ich dann doch schnell Fotos gemacht. Wir waren dann doch recht markentreu.

  • Eltern und Internet

    veröffentlicht von Martin Kohlhaas am 28.11.2012 in Internet, Kinder

    Was macht man mit den Heranwachsenden, die den ganzen Tag nur auf facebook sein wollen?

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    Die zwöfte Auflage des digitalen Quartetts brachte wirklich gute Diskussionsanregungen zu Themen, die für uns mit zwei Jungs (11 und 14 Jahre) auch gerade topaktuell sind. 

    Wieviel Kontrolle muss sein? Wo muss man Freiräume geben? Zugriffszeiten beschränken? Inhalte beschränken? Die Rolle der Schule? Wo kann man selbst noch was lernen? Und alles sehr angenehm unaufgeregt diskutiert, wobei man merkte, dass hier Experten aus eigener Erfahrung berichteten.

    Ein Anlass für dieses Thema war sicher das Erscheinen, des Buches Netzgemüse – Aufzucht und Pflege der Generation Internet, welches sicher in Kürze zur weiteren Information auf unserem Nachttisch liegen wird.

  • Der Velowalker wird 10

    veröffentlicht von Martin Kohlhaas am 06.11.2012 in Kinder

    Vor einiger Zeit hatte ich mich schonmal zu den notwendigen Anschaffungen für Eltern geäußert. Heute kommt ein Teil dazu.

    Konrad auf dem Velowalker 2004, Bild: Birgit Kohlhaas
    Konrad auf dem Velowalker 2004, Bild: Birgit Kohlhaas

    Wenn es um die absolut notwendigen Sachen geht, dann gehört ein Laufrad dazu. Wir haben uns 2004 für den Velowalker entschieden - damals gab es Laufräder kaum, so dass wir nach langem Suchen im Internet bestellt haben. Heute sehe ich Laufräder in allen Varianten - aus Holz, Metall, mit Bremsen, große, klein, etc. überall. Unser Teil steht im Keller und wartet auf die Enkel - und so gehe ich mal davon aus, dass wir auch den 20. Geburtstag mitfeiern werden können. Wenn dass nicht mal nachhaltig ist.

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    Das Foto entstand bei einem Urlaub in Schweden, wo wir dank Laufrad auch längere Wanderungen machen konnten.

  • Sportlog

    veröffentlicht von Martin Kohlhaas am 14.10.2012 in Sport, Status

    Archiv meiner Laufergebnisse

    Martin beim Weimarer Stadtlauf 2012, Bild: Birgit Kohlhaas + 4 Bilder
    Martin beim Weimarer Stadtlauf 2012, Bild: Birgit Kohlhaas

    Fortsetzung folgt …

    13.10.2012, 22. Stadtlauf Weimar, 10 km
    Zeit: 00:47:05, Platz AK: 21

    25.08.2012, 10. Scheunenhof-Triathlon Nordhausen, Einsteiger-Staffel (0,4 – 10 – 2,5)
    Zeit: 2,5 km Lauf: 00:10:48

    16.06.2012, 14. Rennsteig-Staffellauf, 17,5 km
    Zeit: 1:25:41, Platz 87, Team 133, Etappe 1

    08.10.2011, 21. Stadtlauf Weimar, 10 km
    Zeit: 00:45:57, Platz AK: 17

    09.10.2010, 20. Stadtlauf Weimar, 10 km
    Zeit: 00:48:40, Platz AK: 27

    10.10.2009, 19. Stadtlauf Weimar, 10,5 km
    Zeit: 00:48:06, Platz AK: 16

    23.06.2007, Rennsteig-Staffellauf, 13,9 km
    Zeit: 1:07:51, Team 17, Etappe 8

    03.06.2007, 25. AVENIDA-Stauseelauf Hohenfelden, 14 km
    Zeit: 1:06:00

    14.10.2006, 16. Stadtlauf Weimar, 10 km
    Zeit: 0:45:21, Platz AK: 27, Teilnehmer 1286

    03.09.2006, Brückenlauf A71, 13,1 km
    Zeit: 1:09:42

    25.06.2005, Rennsteig-Staffellauf, 19,8 km + X
    Zeit: 2:14:46, Team 32, Etappe 4

    05.06.2005, 23. Stauseelauf Hohenfelden, Halbmarathon, Platz 9
    Zeit: 1:43:05

    26.10.2004, 14. Stadtlauf Weimar, 10 km
    Zeit: 00:42:34, Platz AK: 17

    12.09.2004, 6. Erfurter Volkslauf, 10 km
    Zeit: 00:42:52

    19.06.2004, Rennsteig-Staffellauf, 15,3 km
    Zeit: 1:11:11, Team 39, Etappe 5

    06.06.2004, 22. Stauseelauf Hohenfelden, Halbmarathon
    Zeit: 1:51:58

    24.04.2004, Schleusinger Nahetallauf, 15 km
    Zeit: 1:09:11, Platz AK: 8, Teilnehmer 187

    20.03.2004, Mühltallauf Eisenberg, 15 km
    Zeit: 1:09:45, Platz AK: 12, Teilnehmer 354

    11.10.2003, 13. Stadtlauf Weimar, 10 km
    Zeit: 0:44:57, Platz AK: 23, Teilnehmer 982

  • Renovierung Fußboden

    veröffentlicht von Martin Kohlhaas am 24.09.2012 in Wohnen

    4. April bis 31. Mai 2012 - Datenrettung von facebook

    Fußbodenrenovierung 2012, Bild: Martin Kohlhaas + 7 Bilder
    Fußbodenrenovierung 2012, Bild: Martin Kohlhaas

    Im Frühjahr haben wir den Fußboden in der Wohnetage reniviert. Die alten Dielen hatten wir bei der Haussanierung vor 6 Jahren drin gelassen. Durch das Abschleifen waren die schon sehr geschwächt, federten nur noch rum, hatten große Ritzen und teilweise brachen die Nuten und Federn ab. Ersatz haben wir nach langem Suchen bei parkett-naturnah.de in Wuppertal gefunden. Die Einzelschritte der Aktion wurden natürlich fotografisch dokumentiert und in diesem Fall zum ersten Mal von mir auf facebook gepostet. Damit fehlt mir dann aber hier die Vollständigkeit, womit ich die Bilder nun hier nochmal veröffentliche.

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  • Auswertung Rennsteig-Staffellauf 2012 - Update

    veröffentlicht von Martin Kohlhaas am 01.08.2012 in Berufliches, Datenjournalismus, Infografik

    Lurz vor den Sommerferien will ich noch ein kleines Update zur Rennsteiglauf-Infografik geben. Inzwischen habe ich noch von einem weiteren Team die ersten Daten bekommen, so dass ich mit den Vergleichsgrafiken beginnen konnte.

    Bildschirmfoto: Staffellauf-Diagramm als generative skalierbare Vektorgrafik (SVG), Bild: Stand: 20:30 + 1 Bild
    Bildschirmfoto: Staffellauf-Diagramm als generative skalierbare Vektorgrafik (SVG), Bild: Stand: 20:30

    Dazu habe ich zunächst wieder im Illustrator weiter gemacht und die neuen Werte in die Grafik integriert, Dabei wurde mir schnell klar, dass das ein ewiges Gefummel werden wird, da bei jedem neuen Team die Maßstäbe wieder neu angepasst werden müssen, Abstände neu ausgerichtet und so weiter.

    Die händische Zeichnung macht also langfristig keinen Sinn - ich muss gleich auf generative Techniken umsteigen. Also nächster kleiner Test: eine SVG per PHP-Skript erzeugen. Ich dachte, ich mache es mir einfach und habe die ersten Werte in ein Array eingetragen. Daraus ließ sich dann auch recht schnell eine Grafik erzeugen. Nächste Schritte wären jetzt Nachtragen der weiteren Daten und die Formatierung gewesen. Auch hier wurde jedoch offensichtlich, dass die Datenquelle nicht optimal ist: Sortierungen, Filterungen sind nur umständlich möglich.

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    Also gleich der Umstieg auf eine richtige Datenbank. Ich habe unser freies Akira-Modul für die »atelier, virtual«-Website freigeschaltet und erste Werte eingetragen. Damit habe ich in der Datenauswahl freie Bahn und kann Grafik generieren bis zum umfallen.

    Wichtig für Nicht-Techniker/Programmierer: Das Diagramm wird nicht von Hand gezeichnet, sondern durch ein Programm aus den Daten in der Datenbank automatisiert gezeichnet. Durch Ändern der Parameter im Programm lassen sich Layoutänderungen oder grundsätzliche Konzeptänderungen am Programmaufbau immer sofort im Gesamtergebnis sehen.

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    Nächste große Ziele: einerseits der Import der CSV-Daten aller Mannschaften, um schonmal alle Laufetappen zu haben und zweitens eine kleine Eingabemaske, in die die Teams selbst ihre Transport-Wege für Fahrräder und Autos eigeben können. - All das aber erst nach den Ferien.

  • Auswertung Rennsteig-Staffellauf 2012

    veröffentlicht von Martin Kohlhaas am 27.06.2012 in Infografik, Mobilität, Sport · 2 Kommentare

    Laufen ist ein toller Sport. Man hat kaum Materialeinsatz und ist nah an der Natur. Also total umweltverträglich. Vor gut zwei Wochen lief ich zum vierten Mal eine Etappe auf dem Rennsteig und konnte es im nachhinein nicht lassen, mir mal die Fahrstrecken im Vergleich zur Laufstrecke anzusehen. Wenn ich die Zahlen so ansehe und mich an die Parkplätze an den Wechselstellen erinnere, so handelt es sich beim „längsten Klassiker Deutschlands“ fast mehr um ein Motorsport- als um ein Laufereignis.

    Diagramm Kilometerauswertung Team 133, RSL2012, Bild: Grafik: Martin Kohlhaas
    Diagramm Kilometerauswertung Team 133, RSL2012, Bild: Grafik: Martin Kohlhaas

    An der Logistik unserer Staffel waren unmittelbar vier PKW beteiligt, um die 10 Starter und einen zusätzlichen Radbegleiter jeweils zur richtigen Zeit an den richtigen Ort zu bringen. Die Herausforderungen liegen auf der Hand. Es geht um einen Zeitraum von 5:00 bzw. 6:00 Uhr morgens bis ca. 22:00 Uhr abends auf einer Strecke von ca. 230 Kilometern. Auf vielen Streckenabschnitten gibt es nur mäßigen bis keinen Handyempfang, was eine Koordination erschwert. Bis auf den Massenstart am Morgen gibt es unterwegs immer weiter auseinandergezogene Startzeiten, was Gruppentransporte nahezu unmöglich macht. Ein Team hat mindestens 10 Personen zzgl. Radbegleiter, die man auch in einem normalen VW-Bus nicht gemeinsam unterkriegt und nicht immer haben alle Team-Mitglieder den ganzen Tag Zeit, die komplette Strecke mitzumachen und steigen erst auf späteren Etappen ein.

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    Dennoch: Dieser ganze Tross von Fahrzeugen der Teams, von Organisatoren, Presse und Besuchern stellt schon eine große Belastung dar und das einerseits für die an der Strecke liegenden Gemeinden und mit Sicherheit für die Natur entlang des Rennsteigs.

    Wir haben jetzt wieder ein knappes Jahr Zeit, die Logistik für das nächste Jahr neu zu erfinden, um dann mit gleichem Spaß aber (viel) weniger Autokilometern ins Ziel zu kommen.

    Ich würde mich über eine Kontaktaufnahme anderer Teams freuen, um deren Logistik ebenfalls grafisch zu erfassen. Vielleicht gibt es ja schon optimierte Lösungen, die man schon im Vorfeld austauschen kann.

  • Re-use

    veröffentlicht von Martin Kohlhaas am 01.06.2012 in Büro, Selbermachen, Wohnen · 3 Kommentare

    Für unseren neuen Fußboden (ausführlicher Bericht folgt später) musste zunächst der Alte weichen. Den haben wir allerdings nicht entsorgt sondern erstmal vorsortiert. Lackierte Fußleisten (noch die Originalen von 19xx) und lackierte Dielen gingen tatsächlich zum Wertstoffhof. Dielen, die beim Abriss stark beschädigt wurden, aber nur geölt waren wurden handlich zu Brennholz geschnitten und warten bei dem anderen Brennholz darauf, dass wir mal einen Ofen anschaffen. Der größte Teil der Dielen hat bis auf abgerissene Nuten und Federn keinen größeren Schaden genommen und liegt als Haufen in der Garage in Erwartung neuer Nutzungen.

    Holzstapel mit ausgebauten Dielenbrettern, Bild: Martin Kohlhaas + 4 Bilder
    Holzstapel mit ausgebauten Dielenbrettern, Bild: Martin Kohlhaas

    Die erste Gelegenheit für eine Nachnutzung ergab sich nun ganz schnell. Nach der Renovierung wurde die Wohnung anders eingerichtet als vorher und das wandfüllende Regal kam nicht wieder zum Einsatz. Ein paar der Regalteile sollten nun im Büro als Flachstrecke einen neuen Platz finden. Dazu musste ein Sockel her. In der Kombination aus ebenfalls nicht mehr benötigten IKEA-Küchen-Füßen und zwei alten Dielenbrettern entstand eine prima Basis für die neue Flachstrecke.

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    Den restlichen Dielen müssen nun nach und nach noch alle Nägel gezogen werden und dann brauchen sie ein sicheres Zwischenlager bis sie für weitere Projekte wie Wandverkleidungen, Hochbetten, Beeteinfassungen, etc. verwendet werden können. So hat auch unser Ex-Fußboden noch eine Zukunft und bei jedem neuen Projekt ist auch ein Stück vom alten Haus mit beteiligt.

  • Record Store Day

    veröffentlicht von Martin Kohlhaas am 21.04.2012 in Musik

    Heute ist Tag des Plattenladens. Das werde ich feiern, denn das ist einer der Läden, die ich am häufigsten besuche. Die letzten Neuerwerbungen waren »Ssss« von vcmg (Co-Produktion von Vince Clark und Martin Gore mit knackigen Techno-Stücken), »Spirit of Eden« von Talk Talk, ein epischer Pop/Rock/Jazz/Klassik-Klassiker oder »Passive Control« von Yonderboi. Alle Werke auf frisch produziertem 180-Gramm-Vinyl mit beigelegter CD/DVD (bis auf Yonderboi). Also alles super?

    Plattenladen in Berlin: »vinyl kills the mp3 industry«, Bild: Birgit Kohlhaas
    Plattenladen in Berlin: »vinyl kills the mp3 industry«, Bild: Birgit Kohlhaas

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    Fast. In den 90ern gab es in Weimar mehrere Läden, wo Platten zu kaufen waren. Da habe ich in den ersten Jahren meine Rolling-Stones und AC/DC-Sammlung vervollständigt und später House und Techno gekauft. Das Prinzip hieß stöbern, von den Covern inspirieren lassen und reinhören. Heute gibt es - meines Wisens nach - LPs nur noch im »Müller« in einer begrenzten Ecke. Viel Klassiker und auch Neuheiten der Superstars. Aber mit stöbern ist da nicht viel. Das Angebot ist aber recht übersichtlich.

    Das Stöbern passiert jetzt im Netz. Zum Beispiel bei Soundcloud. Und darüber hinaus habe ich bei dem Überangebot eigentlich auch gar keinen richtigen Bock mehr, mich nach allem Neuen umzuhören. Ich bleibe meinen alten Vorlieben treu und ergänze hier und da Lücken die im Regal bisher geblieben waren (z.B. Jimi Hendrix) und – siehe vcmg – nehme ab und zu auch mal was vielversprechendes Neues mit.

    Kaufen tue ich dann meist bei jpc ohne das ganze Flair des Cover-durchflippens, die Musik im Laden, die Leute, Tipps der Verkäufer usw. Wenn also heute der Tag des Plattenladens ist, dann denke ich an meinen Ideal-Laden und auch der ist nur ein Traum-Laden. Es ist der Laden aus dem Film »High Fidelity«.

    Dazu noch 2 mal Spaß: hier und hier

    Website zum Record Store Day

  • Kaffeemaschine

    veröffentlicht von Martin Kohlhaas am 23.03.2012 in Selbermachen, Technik · 3 Kommentare

    Es gab wieder Arbeit: Unser Sorgenkind Kaffeemaschine gab wieder mal den Geist auf. Gekauft 2007 war das Gerät schon drei Mal zur Reparatur – immer weil das Display irgendwelche Fehler anzeigte. Diesmal nun gingen wir vom finalen Ableben aus. Alle Garantien sind abgelaufen, eine erneute Reparatur würde den Restwert wohl mehrfach übersteigen, also Abschied und Entsorgung?

    Kaffeemaschine mit offener „Motorhaube“, Bild: Martin Kohlhaas + 2 Bilder
    Kaffeemaschine mit offener „Motorhaube“, Bild: Martin Kohlhaas

    Wenn das Teil nun also kaputt ist, macht es auch nichts, wenn ich es auseinander nehme, dachte ich mir. Gedacht – getan. Unter der Haube gibt es etwa so viel Elektronik wie in einem modernen Auto (das Design dieser Maschine soll wohl auch aus den BMW-Designstudios kommen). Nachdem ich also die Verkleidungen weitestgehend entfernt hatte wurde mir klar, dass ich da nichts ausrichten kann. An die für mich wichtigsten Teile - die Wasserschläuche (wegen Entkalkung) - kam ich gar nicht erst ran (da hätte ich noch ein paar Stunden ranhängen müssen und alles komplett zerlegen). Kapitulation also und alles wieder zusammenbauen. Alle Schrauben waren bald wieder verbaut, keine Teile übrig.

    Mal sehen ob sie noch zuckt – Stecker rein, anschalten und siehe da: der Kaffee lief wieder. Vielleicht doch nur ein Wackelkontakt? Oder der Putzlappen hat doch ewas gebracht? Oder hatte sie Angst vor der Müllhalde? Keine Ahnung, die Entsorgung wurde also auf unbestimmte Zeit verschoben.

    Wieder was gelernt: So eine Maschine kann man nicht selbst reparieren. Nächstes Mal ein überschaubareres Produkt kaufen, was man möglichst komplett auseinander nehmen, reinigen, entkalten kann. Letztendlich tringen wir genau eine Sorte Kaffee: Espresso. Dafür brauchen wir keine Elektronik. Vielleicht als Nachfolger mal was ganz anderes?

  • Apfelbaum

    veröffentlicht von Martin Kohlhaas am 20.03.2012 in Garten

    Letztes Wochenende habe ich unter fachkundiger Anleitung in Person meines Schwiegervaters unseren Apfelbaum geschnitten. Da ging eine Menge Holz zu Boden. Das Ergebnis sieht im Moment – so ganz ohne Blätter – noch sehr gerupft aus. Aber wir hoffen auf fetten Ertrag im Herbst.

    Apfelbaum, Bild: Martin Kohlhaas + 2 Bilder
    Apfelbaum, Bild: Martin Kohlhaas

    Leider habe ich wieder einmal das „Vorher-Foto“ vergessen.

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