Unnötige Geschenke

Meine (fast-Ex)-Bank gratuliert mir zum Geburtstag mit einem Blumenstrauß. Muss das sein? Ich will das nicht.

Blumengruß so groß wie ein Umzugskarton, Bild: Martin Kohlhaas + 1 Bild
Blumengruß so groß wie ein Umzugskarton, Bild: Martin Kohlhaas

Der Postmann klingelte heute Morgen bei frostigen Temperaturen mit einem riesigen Paket (Assoziation Umzugskarton). Verwunderung auf unserer Seite – wir haben doch gar nichts bestellt. Die Lösung gab es auf beiliegender Karte. Achtzehn Tage vor dem Termin erreichte mich ein Blumengruß der Deutschen Bank.

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Spontan kann ich mich darüber nur aufregen:

  1. Der Strauß ist hässlich (Warum setze ich mich solchen Geschmacksfragen aus, wo doch klar sein sollte, dass in den meisten Fällen die Farbe nicht die richtige ist oder die Blumensorte oder, oder)
  2. Blumen – mitten im Winter? Wo kommen die her? Die müssen transportiert werden (mehrfach), die gehen bei den Temperaturen ein, ich will die nicht.
  3. Was will ich von (m)einer Bank? Dass sie mein Geld verwaltet und das ordentlich. Und da war ich mit der Deutschen Bank gar nicht mehr glücklich (Spekulation mit Nahrungsmitteln, Hungerprofite, Immobilien USA, etc.) Meine Bank heißt jetzt Ethikbank bis auf ein paar Restposten, die kurzfristig nicht einfach los zu kriegen sind.

Jetzt habe ich den Kram am Hals, muss die Pappe zum Container bringen und den Strauß irgendwo unauffällig unterbringen (die Blumen können ja nix dafür).

Meinetwegen schickt eine Karte aber nehmt das Geld für solche Späße für die Reduktion der Kontoführungsgebühren, steckt es in das Personal oder spendet es für Brot für die Welt – aber schickt mir keine Blumenkartons mehr.

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(Vierzig soll ja echt kein einfaches Alter sein, aber der Blumenstrauß sieht verdammt echt nach Grabschmuck aus)

veröffentlicht von Martin Kohlhaas am 11.01.2013

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