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  • Wochenendbesuch in Südthüringen

    veröffentlicht von Martin Kohlhaas am 06.05.2019 in Mobilität, Urlaub & Reise

    Mit Bus und Bahn über'n Berg

    Bahnreise, Bild: Martin Kohlhaas
    Bahnreise, Bild: Martin Kohlhaas

     Am Wochenende haben wir zu dritt meine Eltern in Schleusingen besucht. Üblicherweise passierte dies bisher als Autofahrt:

    • Abfahrt Weimar
    • Auffahrt A4 bei Gelmeroda
    • Wechsel auf A71 am Erfurter Kreuz
    • Abfahrt Schleusingen

    → Strecke ca. 100 km, Dauer ca. 1 h, Rückfahrt entsprechend umgekehrt.

    Dieses Mal nahmen wir öffentliche Verkehrsmittel:

    • Abfahrt Weimar Hauptbahnhof
    • Umstieg Erfurt Hauptbahnhof
    • Suhl: Umstieg in den Überlandbus
    • Ankunft Schleusingen

    → Dauer ca. 2 h, Rückfahrt entsprechend umgekehrt.

    Erkenntnisse/Erfahrungen

    a) Ja, es gibt ziemlich gut abgestimmte Verkehrsverbindungen auch „übern Berg“ - gerade die Abstimmung von Bahn mit Bus hat mich positiv überrascht.

    b) Zeit ist relativ. Die Fahrzeit ist doppelt so lang. Hier sehe ich jedoch mehrere „aber“:

    • Erst seit der Fertigstellung der Autobahn (vermutlich 2003) gilt die ca. eine Stunde Fahrzeit für PKW. Bis dahin führte uns die Landstraßenvariante über Bad Berka, Kranichfeld, Stadtilm, Ilmenau, Schmiedefeld bis Schleusingen ebenfalls in einer Fahrzeit von durchschnittlich zwei Stunden.
    • Gefühlt gingen die zwei Stunden in Bahn und Bus viel schneller vorbei, als die eine Stunde im Auto. Ich konnte lesen. Die Umstiege sorgten für Bewegung und Abwechslung. Ich konnte die Landschaft anschauen. Ich konnte Leute beobachten. Im Auto (meist als Fahrer) ist es eher langweilig. Wenn ich mich (Tempomat) auf 120 km/h einstelle, dann habe ich nichts weiter zu tun als zu lenken. Es gibt auf der Strecke 5 Tunnel (jeweils 80km/h) - da ist von Landschaft auch nichts zu sehen. Generell habe ich meist das Gefühl, es könnte schneller gehen.

    c) Öffentlicher Verkehr wird nicht belohnt. Für drei Personen kam als Ticket realistisch nur das Thüringen-Ticket in Frage. Fahrpreis 39 Euro. Leider nimmt das Unternehmen Werrabus nicht am Verkehrsverbund Mittelthüringen (VMT) teil, also für die Fahrt von Suhl nach Schleusingen nochmal 9 Euro für uns drei. Summe 96 Euro für Hin- und Rückfahrt. Im Vergleich mit der Autofahrt: 200 km bei einem Verbrauch von 10 Litern/100km bei einem Preis von 1,48 Euro/Liter = knapp 30 Euro offensichtliche Kosten ohne Berücksichtigung von KFZ-Steuer, -Versicherung, Reparaturen etc. Die realen Kilometerkosten werden bei uns etwas bei 50 Cent liegen. Das entspräche realen 100 Euro Kosten für die aktuelle Fahrt und würde im Vergleich schon ganz anders aussehen.

    P.S. In der Recherche bei Google-Maps wurde die aktuelle verkehrsbedingte Fahrzeit mit 1,5 Stunden angegeben (aktuell Baustelle hinter Arnstadt - Stand 6.5.2019, 9:00 Uhr) die realen Fahrzeiten sind also sehr schwankend im Vergleich zu eher stabilen Fahrzeiten auf der anderen Variante.

    P.P.S. Doppelt blöd: wenn das Auto in der Garage steht, während ich in der Bahn sitze, habe ich die Kosten für Steuern, Versicherungen, … trotzdem. Ein Argument mehr für kein Auto.

  • Radfahren – Beobachtung am Wegesrand

    veröffentlicht von Martin Kohlhaas am 13.08.2018 in Klima, Mobilität, Urlaub & Reise

    Aus der Serie „Gedankensplitter“

    Man muss das mit den Feldrandheclen oder Baumreihen an Fahrradwegen durchs Land ja nicht wegen des Klimas machen, es ist einfach angenehmer, am Wegesrand Bäume oder Sträucher zu haben. Die spenden Schatten und nehmen den Seitenwind etwas weg.

    Ich bin mir sicher, dass es für die meisten Klimaschutzmaßnahmen Begründungen und Argumente gibt, bei denen es nicht um das Wegnehmen von etwas, um Einschränkungen geht, sondern um den Gewinn von Lebensqualität.

  • 5 Tage Montafon

    veröffentlicht von Martin Kohlhaas am 16.08.2013 in Urlaub & Reise

    Wanderurlaub in St. Gallenkirch/Österreich

    Sonntag - Tour 1

    Hinter der Ferienwohnung gleich auf den Wanderweg und eine kleine Rundwanderung über Schoder und Montiel Richtung Gortipol. Dann über die Wiesen im Tal wieder zurück.

    Montag - Tour 2

    Mit dem Auto nach Gargellen zu Talstation der Schafbergbahn. Aufstieg (800 Höhenmeter) auf den Schafberg und dann mit der Gondel wieder ins Tal (knapp 30€ für uns vier trotz Gästepass). Zurück mit dem Auto.

    Dienstag - Tour 3

    Mit dem Bus nach Gargellen und dann Rückweg nach St. Gallenkirch meist am Fluss entlang, oft durch den Wald teilweise aber auch leider direkt an der Straße. Alles - wie auch die beiden Tage vorher - in großer Hitze.

    Mittwoch - Rubetag

    Den ganzen Tag lang auf der faulen Haut liegen und den mitgebrachten Zeitschriftenstapel abarbeiten. Am Nachmittag einen kleinen Ausflug auf einen Kaffee in den Nachbarort.

    Donnerstag - Tour 4

    Mit dem Auto nach Gaschurn, dort mit der Versettla-Bahn zur Mittelstation. Dann Aufstieg (ca. 600 HM) zur Bergstation, dort kleiner Imbiss und wieder der Abstieg zur Mittelstation, Talfahrt, Heimfahrt. Die Temperaturen si d etwas gefallen und auf dem Berg gab es sogar ein paar Tropfen Regen, aber es ist immer noch zu warm. Erholung strengt an.

    Freitag - Tour 5

    Bei kalten regnerischem Wetter (endlich!) nur eine kleine Runde ums Haus. Aufstief zur Tanafreida Maisäße und im Kreis wieder zurück. Dann packen und kochen und die Woche ausklingen lassen.

  • Mit dem iPad im Urlaub

    veröffentlicht von Martin Kohlhaas am 25.07.2010 in Mobilität, Technik, Urlaub & Reise · 2 Kommentare

    Erfahrungsbericht aus Portugal

    iPad im Urlaub
    iPad im Urlaub

    In diesem Jahr führte uns unser Urlaub nach Portugal. Hinahrt per Bahn (via Frankfurt, Paris, Irun nach Lissabon). Rückflug ab Faro. Der sonst obligatorische Laptop wurde diesmal durch das iPad ersetzt, womit sich große Hoffnungen verbanden, was das unterwegs-netzwerken anging. Nachfolgend erste kurze Einschätzungen nach der Rückkehr:

    1. Internet
    Verbindung zum Netz war da, Guthaben wurde aufgebraucht, aber nur durch Karten-App. Keine Verbindung über Safari oder Mail möglich. Zum Glück immermal Zugriff auf WLANs gehabt.

    2. Lesen
    Verschiedene Testbücher heruntergeladen und ausprobiert. Letztendlich bei textunes am liebsten hängen geblieben. Lesen per scollen im Kapitel viel angenehmer als seitenbasiertes Lesen. Lesen in der Dämmerung richtig gut, weil Display hell bleibt. Lesen in der Sonne schlecht bis unmöglich. Problem ist die Handhabe der gekauften Titel: Weitergabe an Freunde, etc. bei Büchern viel flexibler. Hier muss sich was tun. In der Ferienwohnung war zudem eine super Bibliothek, daher keine gesteigerte Notwendigkeit für eBooks.

    3. Navigation

    Wenn man sich in der FeWo die Karten für die nächste Tagestour schonmal per WLAN vorauslädt, dann kann man prima seinen Weg durch komplett unbekannte Gegenden finden und auch Schleichwege fahren, ohne Angst sich zu verfahren. Die Hybridansicht stellte sich dabei als die beste Variante heraus.

    4. Unterhaltung
    Stundenlanges Spielen ist garantiert. Quengelnde Kinder sind damit zwar nicht komplett ausgeschlossen, aber es gibt eine Beschäftigung, die immer geht. Die Batterielaufzeit ist gigantisch. Nachts aufgeladen hält das iPad mit Sicherheit denn ganzen Tag durch - bei voller Nutzung. Schaltet man es nur hin und wieder mal ein, dann hält es mehrere Tage. GPS-Informationen brauchen richtig Strom, aber auch da hält die Batterie gut durch.

    5. Arbeit
    Es beruhigt. Mails abrufen geht in jeder WLAN-Zone wunderbar und so hat man immer den Überblick, daß alles ruhig ist. insofern verspürt man gar keine Lust auf Arbeit und es ist nicht so, das man nicht den Kopf frei bekommt. Der vorab geladene HTML-Editor mit FTP kam also gar nicht zum Einsatz.

    6. Fotos
    Der einzige Punkt, der diesmal nicht getestet werden konnte: das "Camera Connection Kit" kam einen Tag zu spät und lag den Urlaub über bei der Spedition. Der erste Einsatz zu Hause hat aber gezeigt, das das genau das richtige gewesen wäre, um die Karten der Kameras täglich auszulesen und Bilder nach Hause zu mailen ... Hier warten wir den nächsten Urlaub für den Praxistest ab.

    Insgesamt ist das iPad im Urlaub ein guter Laptop-Ersatz. Es spart Gepäck, kann immer dabei sein und bietet die wichtigen Funktionen für unterwegs. An der optimalen App-Auswahl kann noch gefeilt werden (Ofline-Wörterbuch, Offline-Karten, bessere Sternegucker-App). Dazu später sicher noch mehr Details.

  • Klimaneutral fliegen

    veröffentlicht von Martin Kohlhaas am 24.11.2007 in Gefunden, Mobilität, Urlaub & Reise

    Um die Woche noch voll zu machen: Der Beitrag im Verbrauchertipp am Freitag beschäftigte sich mit der Möglichkeit von Ausgleichszahlungen für Flüge zugunsten von Klimaschutzprojekten. (hören, lesen)

  • Sauber Urlaub

    veröffentlicht von Martin Kohlhaas am 02.03.2007 in Mobilität, Urlaub & Reise

    Heute haben wir unseren Sommerurlaub gebucht.

    Über renatour.de. Anreisen werden wir mit der Bahn. Vor Ort: mal sehen. Wandern, Fahrräder ausleihen (und benutzen), baden?, lesen. Wohin es geht wird nicht verraten. Aber es gibt einen Reisebericht im August.

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