Da ist was im Gange

Bildungsrevolution 2.0

Bewertungen zur Java-Vorlesung der RWTH von 13- und 14jährigen! · Bild: Bildschirmfoto vom 04.03.2013
Bewertungen zur Java-Vorlesung der RWTH von 13- und 14jährigen! · Bild: Bildschirmfoto vom 04.03.2013

Es ist ja keine Neuigkeit mehr, dass man zu den meisten Themen bei Wissensbedarf im Internet fündig wird und auch dass es bei Youtube Unmengen von Tutorials und Lehrvideos zu sehen gibt. Der aktuelle Wunsch unseres Großen, Java programmieren zu lernen, führte uns zu „iTunes U“ wo namhafte Universitäten Vorlesungen frei anbieten. Und siehe da – Treffer.

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Was ich allerdings nicht ahnte, war, welche Klientel sich dort offenbar rumtreibt. Offenbar ist unser Spross nicht der einzige Jugendliche, der schonmal vorab in den Hörsaal schaut. Wäre doch die „normale“ Schule nur halb so inspirierend …

veröffentlicht von Martin Kohlhaas am 04.03.2013

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1 Martin (06.03.2013, 09:08)

Aus der aktuellen Mensch-Maschine: www.spiegel.de [extern]

„Das ist die deutsche Netzkrankheit: digital nur zu tun, was vermeintlich sicher funktioniert und so das wichtigste Erfolgsrezept des Internets zu missachten, also die ständige Neu- und Weiterentwicklung, die kleinteilige, experimentelle Überprüfung, Mut zum Dauerversuch und Dauerirrtum.“



„Es handelt sich um ein Problem des Umgangs mit neuen Informationen, eigentlich also ein Lernproblem. Learning by doing gilt in Deutschland als beinahe unseriöse Praktik, wie kann jemand ohne Diplom sich erdreisten zu jodeln? Tief unten, in der Seele des deutschen Bildungssystems, ist etwas verborgen. "Lehrjahre sind keine Herrenjahre", dieser dämliche Spruch sagt viel über das gewachsene, deutsche Verhältnis zur Bildung aus: Es gibt eine Scham des Lernens. Der deutsche Lernende schämt sich dafür, dass er noch nicht alles weiß. Das aber wirkt katastrophal in digitalen Zeiten, die von ständiger Veränderung geprägt sind, in denen "lifelong learning" der einzige Weg ist. Es lässt sich kaum lebenslang lernen, wenn man danach strebt, endlich mit dem Lernen fertig zu sein. Damit die Herrenjahre beginnen.“

Da die „digital natives“ ihre Bildung sich schon jetzt aus internationalen Quellen holen, bleibt die Hoffnung, dass sich da eine andere Kultur entwickelt.

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