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Musik kaufen
Kombiangebote sind klasse. Mit dem Format komme ich gut zurecht. Bei der letzten Bestellung habe ich mich für die Kombiangebote aus Vinyl+CD entschieden. Preislich machte das keinen so großen Unterschied aber in der Nutzung schon sehr. Zur Platte – die ich eigentlich lieber höre - gibt es die CD mit dazu. Die geht dann schnell auf den Rechner, um sie im Büro oder unterwegs dabei zu haben. Eine mühevolle Digitalisierung der LPs entfällt damit und auch der Doppel- bzw. Nachkauf besonders beliebter Scheiben auf CD muss nicht sein.
Die Ausstattung ist dabei recht unterschiedlich: während Blumentop das Booklet auch im CD-Format mitliefert, kommt die CD bei Cohen in der unbedruckten Papphülle. Aber dafür hat man ja das große Booklet der LP.
In Zukunft werde ich wohl gezielt nach solchen Kombis Ausschau halten.
Update: Preisvergleich
War mir dann doch unsicher, ob das so Sinn macht und man nicht besser die LP einzeln kauft und dann gleich die MP3s runterlädt. Fazit: Macht Sinn, wenn es kein Bundle-Angebot gibt. Wenn Kombi, dann ist diese günstiger.
Zum Beispiel (Preise vom 2.3.2012):
Blumentopf, „Wir“ (Einzelkauf macht keinen Sinn, weil es die LP nicht einzeln gibt)
- 2LP + CD (jpc.de) 19,99 €
- CD (jpc.de) 14,99 €
- CD (amazon.de) 8,34 €
- MP3 (amazon.de) 6,80 €
- MP3 (itunes) 9,99 €
Leonard Cohen „Old Ideas“ (Einzelkauf macht keinen Sinn, weil es die LP nicht einzeln gibt)
- LP+CD (jpc.de) 16,99 €
- CD (jpc.de) 13,99 €
- LP+CD (amazon.de) 17,99 €
- CD (amazon.de) 12,99 €
- MP3 (itunes) 9,99 €
Yonderboi „Passive Control“ (wenn es kein Kombi-Angebot gibt)
- 2 LP (jpc.de) 19,99 €
- CD (jpc.de) 16,99 €
- MP3 (amazon.de) 7,99 €
- CD (amazon.de) 13,72 €
- MP3 (itunes) 9,99 €
- Kombi: LP+CD 27,98 €
Freigabe: 02.03.2012, 00:00 / Martin Kohlhaas in Musik
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Ordnung in der Garage
Es wird wärmer. Bald geht es wieder in den Garten. Also Zeit, mal eine Inventur der Gartengeräte zu machen und alles in Ordnung zu bringen. Bei dem Haufen blickt ja keiner mehr durch. Heute also ein kleines Wochenendprojekt: Halterung für Schaufeln, Harken, Besen, Schneeschieber, usw.
Fündig wurde ich dann im Keller mit dem Teil eines alten Bettgestells, welches dann mit Hilfe von Spanngurten eine gute Halterung abgab.
Freigabe: 26.02.2012, 00:00 / Martin Kohlhaas in Garten, Selbermachen
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Weekend project #1: Hifi-Rack
Es wird wohl eines der ungelösten Probleme der Menschheit bleiben: wohin mit den Hifi-Komponenten. Mein aktuelles Wochenend-Projekt stand ganz im Zeichen dieser Problematisierung durch einen neuen Versuch mich dieser Angelegenheit zu nähern. Nach diversen Recherchen im Online-Möbelhandel fiel die Entscheidung auf den Selbstbau.
Ergebnis sind drei „Kisten“, welche entweder übereinander gestapelt (meine aktuelle Version) oder nebeneinander gestellt werden können. Der Boden ist so angeordnet, dass sich je nach Drehung der Kiste mal mehr oder weniger große Innen-Räume ergeben.
Die Inspiration kam zum einen von woodandmore.de, wobei da aber die Tiefe nicht ausreicht, um einen ordentlichen 1210 oder einen Verstärker unterzubringen. Außerdem gefiel B. die Kabelführung nicht. Materialtechnisch ließ ich mich von 45kilo.com inspirieren (Birkensperrholz mit Phenolharzbeschichtung), wo es (weit runterscrollen) sehr schöne LP-Boxen gibt, aber eben nicht die dazu passenden Hifi-Möbel.
Wie immer ist nach dem Projekt vor dem Projekt. Es gäbe noch einiges zu verbessern, es wäre schön, das ganz richtig professionell gemacht bekommen zu haben (deshlab gibt es bewusst keine Detailfotos) und ich würde jetzt auch die Maße nochmal anpassen – aber als Modell ist das schonmal ganz gut geeignet. Die nächste Umräumung kommt bestimmt und dann kann ich mich wieder neu verwirklichen. In der Zwichenzeit warten noch andere Aufgaben darauf, als Wochenendeprojekte realisiert zu werden.
P.S. Die Lautsprecher sehen da im Moment etwas doof aus – aber: die Standboxen sind schon in der Pipeline, dann auch 110 hoch, also genau passend zum Rest, und: in Schwarz!
Freigabe: 11.02.2012, 00:00 / Martin Kohlhaas in Musik, Selbermachen
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Housekeeping
Neues Jahr, neue Herausforderungen. Es gibt wieder ein paar Änderungen. atelier virtual wird „responsive“. Damit verbunden waren eine starke Vereinfachung des Codes, die Umstellung auf HTML5 und ein paar Umsortierungen der Inhalte. Ziel war neben der persönlichen Weiterbildung die bessere Darstellung auf Mobilgeräten auf der einen und großen Bildschirmen auf der anderen Seite.
angepasste Darstellung der Website auf unterschiedlichen Bildschirmgrößen, Bild: Illustration: Martin Kohlhaas Was bleibt sind die monatlichen Gartenbilder, die Verbrauchsdiagramme und sporadische Meinungen zu Themen die mich breschäftigen. Wie im letzten Jahr schon vermutet sind einige Inhalte allerdings zu Google+ abgewandert. So lassen sich die „Fundstücke“ dort viel schneller veröffentlichen, hier ist es also leerer geworden.
Was ist responive WebDesign?
Freigabe: 03.02.2012, 00:00 / Martin Kohlhaas
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Projekte 2012
Was ich so für Pläne habe
Neues Jahr, neue Pläne. Hier meine aktuelle Liste der Vorhaben:
Beruflich
- Creative Commons, verstehen, nutzen, weitersagen
- Responsive Websites als Standard, Integration in Akira
- stärkerer Fokus auf Web statt Print
- überhaupt/mehr Vorträge halten
- mein Javascript verbessern
zu Hause
- Bank wechseln!
- mehr Live-Musik hören (Jungs mitnehmen)
Freigabe: 30.12.2011, 00:00 / Martin Kohlhaas · 2 Kommentare
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Fundstücke
der letzten Woche
Mal wieder ein paar Links für die Merkliste.
Karmakonsum berichtet über ein Design-Projekt der Firma Philips: Der nachhaltige Haushalt der Zukunft
In der FAZ gibt es die Rezension eines Sachbuches über Schulden: Und vergib uns unsere Schulden
Nochmal bei Karmakonsum der Arte-Film über die „Gemeinwohl-Ökonomie”
Passend zum aktuellen Casto-Transport ein Bericht über eine Studie zu Atomtransporten: Der CASTOR ist nur die Spitze des Eisbergs
Und bei Plusminus wurde der Sinn von Dämmung hinterfragt: Dämmwahn – Nicht immer macht Energiesparen Sinn
Freigabe: 25.11.2011, 00:00 / Martin Kohlhaas
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Kunst und Motivaton
Fundstücke, die in ein Schulthema münden
Thomas Suarez: App-Entwickler aus der sechsten Klasse. (siehe Video)
Guardian: A modern economy has to be based on creativity rather than relying on generic manufacturing
Papierstadt.de: Pop-Up-Skulpturen von Peter Dahmen
Dieser Link ist für Kunstlehrer, die sich beschweren, dass abstrakte Arbeiten „nicht schön“ sind, und die Mädchen mit Pop-Up-Szenen aus Romeo und Julia (Balkon) gegenüber Jungs mit abstrakten Pop-Ups bevorzugen anstatt Letztere zu ermutigen bzw. herauszufordern, alles aus einem abstrakten Raumobjekt herauszuholen. Als ob die Kunstgeschichte nur aus Gegenständlichem bestanden hat. Wenn ich solche Berichte aus der Schule höre, dann kriege ich jedes Mal sooooooo einen Hals. Sollen sich die Lehrer doch mal an Google setzen und Beispiele für Pop-Ups raussuchen. Es geht doch nicht um Faulheit (siehe Video von Thomas Suarez oben), sondern darum, das individuelle Interesse anzusprechen/anzuregen. Und wenn Kunstlehrer (übrigens läuft das seit dem Kindergarten so) immer die Arbeiten bevorzugen wo besonders ›schön‹ ausgemalt wurde, oder besonders ›nett‹ gezeichnet wurde (Wiese, Haus, Sonne, lachend), usw. dann deckt sich das in den meisten Fällen nicht mit ›Jungsthemen‹. Die Welt ist da durch Bauklötzer, Legosteine, Minecraft (bauen und einreißen) eben viel abstrakter, aber auch viel stärker durch räumliche Konstellationen geprägt (Pop-Ups sind da gar kein schlechtes Thema, aber eben keine ›Plüschmotive‹). Exakte Klebearbeiten, Collagen - also Fleißarbeit - das ist doch nicht das Richtige - (Pollock vielleicht eher :). Ich kapiere nicht, warum sich da seit meinem eigenen Kunstunterricht immer noch nichts geändert hat. Und wo ich gerade dabei bin: Auch der Artikel des Guardian haut in eine ähnliche Kerbe: Wir brauchen Kreativität, im Sinne des Kreierens, des Schaffens, des Gestalten wollens, nicht diese Auswendiglern- und Abschreibekultur, die unseren Kindern beigebracht wird (Stichwort Bulimielernen). Damit lernen die nicht, selbst zu denken, sondern das zu machen, was dem Lehrer gefällt, weil das die guten Noten bringt.
Grundeinkommen - Der Film (etwas neben diesem Thema)
Freigabe: 15.11.2011, 00:00 / Martin Kohlhaas in Schule
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Wenn der Weltuntergang kommt: Holt ein Filmteam!
Ich hatte kürzlich die Gelegenheit in eine Filmproduktion hineinzuschnuppern und habe dabei Einblicke in eine Welt bekommen, die für viele Situationen „hier draußen“ ein Vorbild sein könnte.
1. Das Set ist eine temporäre Bedarfsgemeinschaft
Viele starke Charaktere treffen hier aufeinander. Eigentlich mag keiner den anderen so richtig, aber alle sitzen im selben Boot und wollen/müssen gemeinsam ein Ziel erreichen. Also reißen sich alle zusammen und es herrscht eine grundsätzlich bemüht freundliche Atmosphäre. Hilfreich ist dabei sicher, dass es ganz klare Hirarchien gibt.
2. Koordination at it’s best.
Man schaue sich die Drehpläne, Dispositionen, Setlisten, etc. an – hier wird von Tag zu Tag neu organisiert, geplant, koordiniert. Wann immer eine Katastrophe auf uns zu rollt, sei es das nächste Hochwasser, ein Vulkanausbruch oder was auch immer - holt ein Filmteam. Die kriegen da Ordnung rein.3. Problemlösung als Normalfall
Natürlich geht ständig etwas schief. Das Wetter spielt nicht mit, Darsteller stecken im Stau, eine leere Batterie an einem wichtigen Gerät, ein fehlender Schlüssel. Die Gelegenheiten für auftretende Probleme sind endlos. Und warum klappt es doch? Ich glaube, weil gar nicht versucht wird, die Probleme zu vermeiden. All diese Sachen werden als „normal“ hingenommen. Das Besondere ist einfach, dass es Strategien gibt, diese Probleme zu bewältigen. Es wird umdisponiert, es gibt immer Leute, die man schnell zum Baumarkt/Hausmeister/was immer schicken kann, um das nötige Teil zu besorgen, wenn sie es nicht gleich selbst kreativ beheben können. Das Scheitern wird sozusagen immer mit einkalkuliert. Das Filmteam geht nicht davon aus, dass alles glatt läuft, deshalb ist dann auch niemand geschockt, wenn mal was passiert. Und deshalb können dann auch immer noch konzentrierte und funktionierende Entscheidungen getroffen werden.Wenn man also so eine Situation beobachten darf, dann kann man nichts weiter haben als Vertrauen. Und dieses Vertrauen geht mir ab, wenn ich die Strategien der Krisenmanager im „normalen Leben“ beobachte.
Freigabe: 14.11.2011, 00:00 / Martin Kohlhaas
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Fundstücke
der letzten Woche zu Datenvisualisierung, Finanztransaktionssteuer, Hagen Rether
Beispiel für Datenvisualisierung: „Überblick über die Euro-Krise“ von der New York Times. Für mich auch interessant die unterschiedliche Qualität von interaktiver Grafik im Web und Print-Version.
Zur Finanzkrise ein Werbevideo für die Finanztransaktionssteuer (siehe unten).
Das zweite Video, wenn man sich nach einem schönen Tag einen netten Abend verderben will - nicht zum Lachen.
Und dann als Reaktion darauf hier noch ein Buchtipp via Karmakonsum.
Freigabe: 13.11.2011, 00:00 / Martin Kohlhaas in Literatur
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Menschenkatastrophe und Menschenschutz
zwei Fundstücke zum Klimawandel
Der so genannte “Klimawandel” und die Menschen - Artikel im Blog von Markus Breuer.
Und nochmal als Video - ganz anders, aber genau so persönlich.
Freigabe: 08.11.2011, 00:00 / Martin Kohlhaas
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Kraftwerk in München
eine besondere Erfahrung. Da kann ich nix zu schreiben, das ist ganz allein mein Spaß. Anbei ein paar kleine Erinnerungen.
Hier noch eine andere Meldung aus der ZEIT, die entfernt zum Thema passt (virtueller Club). Ich musste sofort an „Gadget“ von Jaron Lanier denken. Auch wenn das private Wohnzimmer nicht mit einer Atmosphäre wie z.B. gestern in München vergleichbar ist, sehe ich doch einige Argumente, die eine solche Richtung unterstützen.
„Musik als Träger von Ideen – es wird immer weiter gehen“ (Music Non Stop - Techno Pop)
Freigabe: 14.10.2011, 00:00 / Martin Kohlhaas in Medien, Musik · 2 Kommentare
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Fundstücke
zu den Themen: Bundestrojaner, Steve Jobs, Mendeley, Hiroshi Kawano
Der „Bundestrojaner“ wird erklärt (Video)
Diskussionen dazu gibt es u.a. auf netzpolitik.org. Dazu auch ein Video des CCC zur Analyse des Trojaners.
Anousch kommentiert die bekloppten Wortmeldungen zum Tode Steve Jobs auf twitter und in Kommentaren. Guter Text.
Dieses Mendeley sieht ziemlich spannend aus (einige unserer Projekte schreien gerade zu danach). Abwarten. Beobachten. Wiedervorlage.
Das ZKM stellt Hiroshi Kawano aus. Zeit Online zeigt beeindruckende Bilder (beeinruckend vor allem auch, wenn man die Jahreszahlen ansieht).
Freigabe: 10.10.2011, 00:00 / Martin Kohlhaas in Berufliches, Datenjournalismus, Internet, Medien · 1 Kommentar
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Vortrag zum Thema »Peak Oil«
Die Weimarer Transition Town Initiative und die Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaft Weimar laden mit freundlicher Unterstützung der Heinrich Böll-Stiftung Thüringen ein.
Montag, den 10.10.2011 ab 19:30 Uhr
Sendesaal von Radio Lotte
Goetheplatz 12 in WeimarDas Ende des Öl-Zeitalters oder Wie machen wir unsere Region krisenfest?
Vortrag mit anschließender Diskussion
Der Regionalentwickler Norbert Rost aus Dresden wird in seinem Vortrag den Fragen nachgehen: Wie können wir anfangen, regionale Strukturen wieder zu beleben oder neu zu schaffen? Welche Wege führen hin zu einer Wirtschaft, die zu erst die Ressourcen der Region für die Menschen in der Region verarbeitet und dadurch auch auf eine Rohstoffverknappung vorbereitet ist?
Die Veranstalter laden alle Interessierten herzlich zu diesem Informations- und Diskussionsabend ein. Der Eintritt ist frei.
Hintergrund
Stellen Sie sich vor, ab morgen wäre Diesel knapp oder so teuer, dass es sich nicht mehr lohnte, die Zutaten unserer Lebensmittel um die halbe Welt zu fahren. Im Nohraer Schlachthof kämen keine Schweine aus Holland mehr an, die Textilhändler warteten vergeblich auf die Ware aus China und auch die Großbäckereien bekämen kein billiges Getreide aus der Ukraine mehr. Was passiert dann eigentlich?Billiges Öl hält die Weltwirtschaft in Gang. Viele Experten sind allerdings der Meinung, dass das Ölfördermaximum (peak oil) bereits in den Jahren 2007-2010 erreicht wurde. Die Menge des verfügbaren Öls stagniert seitdem und wird bald allmählich sinken. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach dem schwarzen Gold immer weiter. In Folge der zu erwartenden Verknappung werden wir es mit explodierenden Preisen - nicht nur für das Öl selbst - zu tun haben.
Andererseits produzieren die Betriebe auch im Weimarer Umland ganz überwiegend für den nationalen, europäischen oder gar globalen Markt. Wäre es angesichts der zu erwartenden Entwicklung nicht hilfreich, sich wieder verstärkt auf die Region als maßgebliche Wirtschaftseinheit zu konzentrieren? Wäre es nicht gut, wenn die Landwirte ihr Getreide nicht an anonyme Makler auf dem globalen Spot-Markt sondern an regionale Mühlen verkaufen würden? Wäre es nicht besser, in Weimar einen Erdbeerjoghurt aus Berlstedter Milch und Kromsdorfer Erdbeeren kaufen zu können als fast ausschließlich den von Müller, Zott und Ehrmann mit Zutaten aus der ganzen Welt?
Links
Freigabe: 10.10.2011, 00:00 / Martin Kohlhaas in Energie, Essen & Trinken, Selbstversorgung
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Montag – Nudeltag
Jeden Montag gibt es bei uns Nudeln mit Tomatensoße. Das hat den Vorteil, dass wir da nicht einkaufen müssen, denn die Zutaten sind immer im Haus. Das hat aber auch den Vorteil, dass jeden Montag eine andere Variante ausprobiert werden kann, je nach Jahreszeit mit frischen Tomaten, Tomaten aus dem Glas, mal mit Tomatenmark und Ketchup und natürlich mit allen verschiedenen Sorten die das Pastaregal so hergibt.
Im Moment stehen logischerweise frische Tomaten hoch im Kurs und in den letzten drei Wochen gab es drei verschiedene Soßenvarianten, die ich heute hier vorstelle:
Variante 1: wenig Aufwand
- Tomaten waschen, grob schneiden, in einen Topf mit etwas Olivenöl geben, salzen, pfeffern
- lange köcheln lassen, gerne bis 2 Stunden oder mehr
- mit dem Pürierstab aufmixen, ggf. nachwürzen, etwas Schlagsahne hinzugeben, frische Basilikumblätter, wenn vorhanden
- fertig
Variante 2: mäßiger Aufwand
- Tomaten waschen, grob schneiden, in einen Topf mit etwas Olivenöl geben, salzen, pfeffern
- lange köcheln lassen, gerne bis 2 Stunden oder mehr
- Tomaten durch die ›Flotte Lotte‹ drehen, damit die Schalen und Kerne ausgesiebt werden
- restliche Soße abschmecken, Sahne, Basilikum wie oben
- fertig
Variante 3: mit viel Arbeit
- Tomaten blanchieren, Haut abziehen, filettieren
- in einen Topf mit etwas Olivenöl geben, salzen, pfeffern
- lange köcheln lassen, gerne bis 2 Stunden oder mehr
- direkt nachwürzen, Sahne, etc.
Variante drei hat den Vorteil, dass die Soße noch etwas Struktur hat, Variante zwei wird sehr schön cremig. Variante 1 ist auch cremig, man bekommt aber nie alles püriert, so dass immer noch Reste von Schalen und Kernen bleiben. Geschmacklich nehmen sich alle drei Varianten nicht viel, aber die große Nummer ist die Drei!
Der Vorteil bei der Zubereitung ist, dass man die Tomaten aufsetzen kann, und dann ewig Zeit hat, um erstmal ganz viele andere Sachen zu erledigen: Spüler aus-, einräumen, joggen, you name it.
Probiert es aus. Lasst es Euch schmecken!
Freigabe: 05.09.2011, 00:00 / Martin Kohlhaas in Essen & Trinken · 2 Kommentare
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G+ macht blöd
so schlimm ist es nun auch wieder nicht
Von Peter bekam ich den Link zur »Konferenz zukünftiges Internet« wovon ich mir bisher den ERÖFFNUNGSVORTRAG von PROF. DR. JÜRGEN MITTELSTRAS ansah. „Alles wird irgendwie gleich“ ist ein Satz, der irgendwo um Minute Sieben fällt. – Ja das ist eine Sache, die mir auch bei G+, Facebook & Co. Sorgen macht. Es macht alles so einfach, aber es ist eben auch alles ein Einheitsbrei. Es macht gar keinen Spaß mehr, etwas zu lesen. (Das gilt übrigens auch für die RSS-Feeds) - echt Scheiße. Ich habe das Gefühl, ganz viel an mir vorbeigleiten zu sehen, mehr Information je Minute, aber ich kann immer weniger wirklich aufnehmen. Manche Informationen wären es dabei wert oder wichtig. Beim Surfen durch Websites, haben sich Inhalte mit ›Orten‹ verbunden, ich hatte z.B. also ein Farbschema im Kopf als Merkpunkt zu einem Gedanken, vielleicht ein bestimmtes Layout, eine Schrift, bestimmte Fotos oder Illustrationen. In G+ oder im Feed ist das nicht der Fall. Gestaltung wird gebraucht. Es muss nicht professionell sein. Gute private Websites können auch komisch aussehen, wenn es der Inhalt bringt.
Ein positives Gegenbeispiel: das neue Björk-Album. So etwas muss unterstützt werden. Ich bin kein Björk-Fan. Die Musik mag ich nicht besonders. Aber was da an spielerischem Universum geschaffen wurde, das regt an. Wir brauchen viel mehr Individualität auf Websites, mehr künstlerische Ansätze, nicht die Vereinheitlichung auf immer gleiche Navigationsprinzipien, zusammengesammelter Inhalt. Letztendlich muss begrüßt werden, wenn man mal noch gewzungen wird nachzudenken, wo der nächte Klick hinführt, statt diese totoptimierten Seiten, mit 1-Click-Bestellungen.
Ich haben einen Widerstreit in mir zwischen der Verführung durch die einfachen Angebote - eben wie Google+ - es ist einfach Klasse und besonders habe ich das gemerkt, als ich mich das erste Mal an einem fremden Rechner eingeloggt habe. Es ist wahr: der Cloud-Computer ist nicht mehr fern. Ich habe alles, was ich brauche im Browser: Datenablage, E-Mail, Chat, Termine, etc. Für das normaler Allerlei brauche ich gar kein externes Programm mehr zu starten - Google bietet alles unter einem Dach. Auf der anderen Seite - und ich habe das bereits früher schon ausgeführt - muss ich es mir schwer machen. Wir dürfen die Techniken nicht verlernen. Wir müssen den Urschleim beherrschen: HTML, C++, PHP, egal, was. Wir sitzen sonst in nicht allzuferner Zukunft vor Kisten, die wir nicht mehr bedienen können, wenn der Diensteanbieter uns nicht lässt. Wir sind dann im Internet zu Hause, sind aber Analphabeten, was diese Technik angeht - und da nehme ich mich in einigen Punkten gar nicht aus.
Für die aktuelle Art der Inhalteerzeugung braucht niemand Photoshop, Illustrator, etc. Das iPhone knipst, Instagram hübscht auf, und alles landet im fertigen Template via Wordpress etc. Letzte Woche kamen die bestellten Bücher von Otto Neurath bei uns an. »The language of the Global Polis« und »From hieroglyphs to Isotype«. Da habe ich Respekt. Hier wurden Grafiken, Illustrationen von einer Komplexität, Klarheit und Schönheit geschaffen, die heute selten sind, obwohl die technischen Möglichkeiten so viel gigantischer sind. Auch hier kann man es sich natürlich nicht so einfach machen. Schließlich ging es ja hier um Anfänge der Standardisierung, Vereinfachung, Iconifizierung, wobei wir heute die Ergebnisse dieser Entwicklung sehen (FF Dingbats 2.0). Es ist natürlich nicht alles grau. Es gibt tolle Websites, tolle Illustrationen und Infografiken, Leute, die tolle Werkzeuge entwickeln, wo ich einfach nur den Hut ziehen muss. Aber es gibt eben auch die Tendenz zur Verblödung.
Noch ein paar Links:
Freigabe: 26.08.2011, 00:00 / Martin Kohlhaas
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