Fundstücke

vom 10. bis 17. Juli mit Links zu „typogravieh lebt“, Typo 2011, 3D im Web

„Punch Above Your Weight“ aus dem Vortrag von Friends of Type beim typograVieh lebt 2011, Bild: Martin Kohlhaas
„Punch Above Your Weight“ aus dem Vortrag von Friends of Type beim typograVieh lebt 2011, Bild: Martin Kohlhaas

Das Bild kommt vom diesjährigen ›TypograVieh lebt‹ und da vom Vortrag der ›friends of type‹. Ansonsten arbeite ich mich weiter tapfer durch das Werk Gibsons. Die Neuromancer- und die Idoru-Trilogien habe ich durch und bin mitten im Quellcode.

»Es geht um Netze … Man darf die nicht von der Funktion her betrachen, auch nicht von ihrer vorgeblichen Funktion her. Jede Funktion ist vorgeblich, wenn man so will. Vorläufig. Er will ein Netz knüpfen. Was sich damit anfangen lässt, kann er auch später noch herausfinden.«
William Gibson ›Die Idoru Trilogie | Futurematic‹, Heyne-Verlag München 2011, S.965
»Sobald sie aus Camden Town draußen sind, ist es mit ihrer Orientierung nicht mehr weit her. Sie hat keinen Londoner Stadtplan im Kopf. Nur den U-Bahn-Plan und diverse Fußwege rings um die U-Bahn-Stationen.«
William Gibson ›Mustererkennung‹, Heyne-Verlag München 12/2010, S.37

Bei diesem – dem zweiten – Zitat musste ich an die Typo2011 und den Vortrag ›London lesen‹ von Tim Fendley denken. Ich meine, dass die oben beschriebene Erfahrung dort mit fast genau diesen Worten vorkam.

»So gesehen haben wir keine Zukunft. Nicht in dem Sinn, wie unsere Großeltern eine hatten oder jedenfalls zu haben glaubten. Eine vorstellbare Zukunft der eigenen Kultur war ein Luxus vergangener Zeiten, als das ›Jetzt‹ noch stabiler und dauerhafter war. Für uns hingegen kann sich alles so jäh und so grundstürzend ändern, dass eine Zukunft wie die unserer Großeltern nicht mehr möglich ist, weil sie nicht genügend ›Jetzt‹ als Grundlage hat. Wir haben keine Zukunft, weil unsere Gegenwart so flüchtig ist.«
William Gibson ›Mustererkennung‹, Heyne-Verlag München, 12/2010 S.76

Zum Thema 3D im Web:

Journalismus, Medien: http://www.indiskretionehrensache.de/2011/07/…

Garten und Selbstversorgen: »Gärtner Pötschkes Siedlerbuch«, nur antiquarisch zu kriegen

veröffentlicht von Martin Kohlhaas am 17.07.2011

Feedback

  • Kommentar 1 von Martin (18.07.2011, 09:02)

    Nachtrag zu Tim Fendley. Das Projekt hieß Legible London: www.appliedinformationgroup.com [extern]
  • Kommentar 2 von Martin (18.07.2011, 08:12)

    Zum Thema Zukunft damals und heute hier ein altes Interview aus dem Stern mit dem Historiker Eric Hobsbawm www.stern.de [extern] Dazu auch de.wikipedia.org [extern] Uns beschäftigte die Frage, inwieweit die Frage nach der Unsicherheit der Zukunft nicht doch auch schon in der Generationen unserer Großeltern vorhanden war (Weltkrieg, Wirtschaftskrise, Währungsreform, DDR, Wende, Euro, etc.)

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