Es ist nicht der Klimawandel.

„Der Klimawandel zerstört unsere Wälder.“, „Der Klimawandel lässt die Gletscher schmelzen.“

Kurz vor 12 · Bild: Image by PublicDomainPictures from Pixabay
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Das ist eine verkürzte Sichtweise. Und es ist eine Sichtweise, die suggeriert, dass man/wir gegen diesen anonymen „Klimawandel“ nichts tun können.

Doch die Klimakatastrophe ist eine Folge. Sie ist eine Folge von menschengeschaffenen Bedingungen und menschenverursachten Schäden. Der Wald stirbt wegen ungeeigneter Forstwirtschaft, wegen fehlender Diversität. Der Wald stirbt, weil Menschen ihn schwächen. Und wenn etwas durch Menschen verursacht ist, dann kann diese Ursache auch durch Menschen wieder beseitigt werden.

Die Gletscher schmelzen wegen des Treibhauseffekts. Der Treibhauseffekt ist eine Folge massiven CO2-Ausstoßes. Der massive CO2-Ausstoß ist eine Folge unserer kapitalistisch geprägten Lebensweise, der Industrie, des Konsums, des Verkehrs. Und wenn der CO2-Ausstoß durch Menschen verursacht wird, dann kann diese Ursache auch durch Menschen wieder beseitigt werden.

Wir sind der Klimakatastrophe nicht per se ausgeliefert. Nicht, bis die Kipppunkte überschritten sind. Nicht, bis autonome Verstärkungskreisläufe die Regie übernehmen.

So lange noch haben wir die Möglichkeit, den menschlichen Faktor der Ursachen zu mindern. Wie lange dieses „so lange noch“ dauert, ist sehr vage. Es wäre also nur logisch, eher früher als später mit effektiven Maßnahmen zu beginnen. Wenn wir den Kipppunkt bemerken, dann hat er schon stattgefunden.

Die Zeit zu handeln ist jetzt.

veröffentlicht von Martin Kohlhaas am 24.07.2019

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