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  • Wie protestieren?

    veröffentlicht von Martin Kohlhaas am 09.11.2010 · 1 Kommentar

    Wem kann man glauben? Hinter wessen Fahne will man gehen?

    Im Ringen um eine bessere Welt (zu definieren) glaube ich, dass man individuell etwas bewirken kann und auch muss.

    Ich denke auch, dass es Situationen gibt, wo man einfach seine Einzel-Person in die Masse werfen sollte (z.B. Anti-Atom-Protest, Netz-Zensur), um durch diese Masse Prozesse in Gang zu setzen oder zu beschleunigen (Bei einer Wahl macht man das ja mit seiner einzelnen Wahlstimme auch).

    Problematisch dabei finde ich, dass je größer die Masse ist, die Überschneidung mit den eigenen Gedanken und Vorstellungen immer weiter abnimmt. Auch wenn man im Grunde einer Meinung ist, so gibt es doch immer mehr Nuancen und Argumente, denen man sich nicht anschließen kann oder möchte.

    In dieser Situation sehe ich mich im aktuellen Atom-Streit. In der Grundsache befürworte ich eine Welt ohne Atomstrom, Atomwaffen und dergleichen. Im Detail fühle ich mich schlecht informiert und habe immer öfter den Eindruck von verschiedensten Gruppen nur als Stimmvieh bzw. Demonstrationmasse gebraucht zu werden. Viele Argumente kann ich nicht nachvollziehen, viele Argumente sind offensichtlich Interessengruppen-geprägt, viele Argumente sind sachlich nicht nachprüfbar oder wissentlich falsch (z.B. Artikel aus der Zeit Nr.45 "Die Atom-Lüge").

    Was also tun?
    Nicht mehr mitlaufen?
    Ungehörter Individualprotest?

    Ein paar Gedanken habe ich schon dazu, sie haben mit Gestaltung und Aufklärung zu tun, müssen aber noch etwas reifen. Vielleicht habt Ihr ja auch Ideen dazu.

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