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  • Urlaub in Minecraft

    veröffentlicht von Martin Kohlhaas am 05.01.2013 in Spielen · 2 Kommentare

    Man soll sich ja für seine Kinder interessieren und auch dahin gehen, wo die sind, um zu wissen, was sie tun. Also habe ich in den Ferien Urlaub mit den Jungs gemacht, direkt zu Hause am Tisch und doch in einer anderen Welt - in Minecraft.

    K. (links) und ich auf unserem zukünftigen Rathausplatz in einer Arbeitspause, Bild: Bildschirmfoto + 2 Bilder
    K. (links) und ich auf unserem zukünftigen Rathausplatz in einer Arbeitspause, Bild: Bildschirmfoto

    Spannend war zunächst, wie sich dabei die Verhältnisse umkehrten. Ich – ohne Ahnung von irgendwas – wurde erstmal belehrt, wie in meine „hot bar“ einzurichten habe, was ich zuerst zu machen habe: „Wir brauchen erstmal eine Mine“ und dass ich mich nicht verzetteln soll „Du musst erstmal Metall finden, für bessere Spitzhacken, bevor Du den Garten machst“ usw. Plötzlich sind die Jungs ganz zielstrebig, haben einen Plan, verplempern keine Zeit mit sinnlosen Sachen.

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    Nach einer Weile habe ich mich an die Umgebung gewöhnt, kriege immer immer wieder einen Schock, wenn eine Spinne, ein Creeper oder Skelett oder was auch immer mich von der Arbeit ablenken will, lerne mich zu verteidigen. Ich lerne aber auch die Tage zu schätzen, das Erfolgserlebnis wie schnell man die Landschaft umgestalten kann, etwas gebaut kriegt und so weiter. Die Minecraft-Tage gehen immer schnell vorbei und dem entsprechend ist die dort verbrachte Zeit sehr dicht. So eine Session von ein paar Stunden entspricht gefühlten zwei Wochen mit echter körperlicher und geistiger Anstrengung.

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    Immerhin durfte ich mich stadtplanerisch durchsetzen und meine Ideen für die ersten Siedlungen an-arbeiten. Ich kann jetzt verstehen, was die Jungs stundenlang in dieser Welt hält. Letztens lief mir ein Artikel über den Weg „Why high-level World of Warcraft players make better employees than Harvard MBAs“, den ich nach dieser Erfahrung gut nachvollziehen kann.

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    Wie geht es weiter? Nun - zunächst bin ich mit meinen neu gewonnenen Fähigkeiten erstmal ganz am Anfang: Feed the Beast muss man eigentlich haben und lernen. In das craften mit Redstone bin ich noch gar nicht eingestiegen, und überhaupt bin ich noch völlig ineffizient. In jedem Fall werde ich mich nach weiteren Möglichkeiten für Online-Gameserver umschauen, denn ich habe schon das Gefühl, dass in größeren Gruppen der Erlebniswert noch weiter steigt, denn dann kommen noch die Ansprachen über gemeinsame Ziele, Verteilungsdiskussionen über Rohstoffe usw. hinzu.

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