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  • Radverkehr in Weimar

    veröffentlicht von Martin Kohlhaas am 13.01.2020 in Mobilität, Weimar · 2 Kommentare

    Wie ist der Umsetzungsstand des Weimarer Radverkehrskonzeptes?

    Illustration Radentscheid / Social, Header, Bild: Martin Kohlhaas
    Illustration Radentscheid / Social, Header, Bild: Martin Kohlhaas

    Im März letzten Jahres hatte ich nach einer Partydiskussion zum Thema Radentscheid recherchiert und dabei auch das Radverkehrskonzept 2030 der Stadt Weimar behandelt.

    Unter der Teilüberschrift „Was tun?“ hatte ich drei Punkte aufgelistet:

    • bessere Aufbereitung des 68seitigen Dokuments
    • interaktives Tracking der Maßnahmen
    • als Radfahrende sichtbar werden (z. B. Critical Mass)

    Da die Critical Mass in Weimar bisher immer noch nicht richtig funktioniert, habe ich nun den Schwung des Jahresbeginns genutzt, um die Idee hinter den ersten beiden Punkten anzugehen. Unter atelier-virtual.de/radverkehr-weimar/ habe ichalle Maßnahmen aus dem Radverkehrskonzept herausgezogen und diese auf einer Karte eingetragen (Stichwort Aufbereitung). Per E-Mail habe ich radfahrende Bekannte gebeten, den Umsetzungsstand der jeweiligen Maßnahmen zusammenzutragen.

    Innerhalb von sehr wenigen Tagen konnte ich für 25 von 31 Maßnahmen einen Status eintragen (Stichwort Tracking).

    Vielen Dank dafür an alle, die so schnell reagiert haben.

    Erwartung vs. Ergebnis

    Ich hatte das Ergebnis in etwa so erwartet. Mir scheint es allerdings so zu sein, dass es radfahrbezogene Baumaßnahmen an Stellen gab, die gar nicht im Radverkehrskonzept standen. Und auf der anderen Seite gibt es – das zeigten auch die Rückmeldungen – noch ganz viele Stellen mehr, die in Weimar problematisch sind.

    Nächste Schritte

    • Ganz konkret wird diese Liste im ADFC-Weimar beim Aktiventreffen im Februar (4.2.2020, 18:30 Uhr, Kipperquelle) diskutiert werden.
    • Dabei ist ein Ziel, eine Rückmeldung der Stadt zum aktuellen „Fortschritt“ zu bekommen.
    • Ich würde die Maßnahmenseite gerne um zwei Kategorien erweitern: Wunschliste (Rückmeldungen zu weiteren Problemstellen) und Positiv-Beispiele (so es die denn gibt)

    Der Abschlussbericht zum Radverkehrskonzept trägt das Datum Dezember 2017 und ist damit jetzt ziemlich genau zwei Jahre alt. Wenn die Jahreszahl 2030 im Titel als Zielmarke dienen soll, dann bedeutet das noch 10 Jahre Zeit. Ich finde das gleichzeitig viel und wenig Zeit.

    Viel Zeit, wenn ich die doch recht überschaubare Liste von 31 Maßnahmen dagegenhalte, von denen16 Maßnahmen in der Freigabe von Einbahnstraßen – also verkürzt gesagt der Montage eines Zusatzschildes – bestehen.

    Wenig Zeit, wenn ich den Fortschritt der letzten zwei Jahre auf die kommenden zehn Jahre projiziere. Wenig Zeit auch, wenn ich das Ziel – Verbesserung des Radverkehrs – im Kontext der notwendigen Klimaschutzbemühungen (Reduzierung des verbrennergebundenen Individualverkehrs) sehe.Ginge es danach, dann müssten viel mehr Maßnahmen in diesen zehn Jahren umgesetzt sein.

    Vielleicht bringt das neue Jahr hier etwas Dynamik in die Sache.

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