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  • Private Verkehrswende

    veröffentlicht von Martin Kohlhaas am 27.09.2021 in Mobilität

    Diesen Sommer haben wir uns endgültig von unserem privaten PKW verabschiedet.

    Auto wird abgeholt (August 2021), Bild: Martin Kohlhaas
    Auto wird abgeholt (August 2021), Bild: Martin Kohlhaas

    Es war ein Abschied auf Raten. Letzten September war die Hauptuntersuchung fällig und der Kostenvoranschlag steigerte die Motivation einen Schlussstrich unter dieses Kapitel zu ziehen. Es folgte die Abmeldung am 13. Oktober 2020.

    Darauf folgte ein gutes halbes Jahr in der Hoffnung, das Fahrzeug noch irgendwie zu etwas Geld zu machen. Zunächst hatte die Werkstatt Ankäufer in Aussicht gestellt, was sich bis ins Frühjahr nicht erfüllte.

    Dann haben wir uns selbst mit einer Anzeige auf einer Gebrauchtwagenplattform versucht. Schlussendlich, die Geduld am Ende und keine Lust den Jahrestag des abgemeldeten Autos noch zu erleben, der Anruf beim Autoverwerter.

    Diese holte dann am 9. August das Auto ab. Mögen nun noch viele nützliche Ersatzteile ihren Weg in andere Fahrzeuge finden.

    Soweit zum Abschied. Nun zum Anfang: gleich im Oktober erfolgte die Anmeldung bei teilAuto.

    Motivation für die Autoausleihe

    • Fahrten in Gebiete ohne gute Bahnanbindung (z.B. Weimar–Dankmarshausen) und zu Zeiten, wo der Bahntakt sowieso mies ist
    • Fahrten mit der ganzen Familie (zu dritt/viert) zu den Eltern, wo der Bahnpreis den Leihpreis weit übersteigt.
    • Transportfahrten zum Gartenmarkt (wären auch über Lastenrad machbar - demnächst mal den Leihservice der Stadt Weimar testen)
    • Fahrten zum Tierarzt (Vorort von Weimar)

    Erkenntnisse nach fast einem Jahr Autofreiheit

    • Wenn kein Auto in der Garage steht, benutzt man weniger ein Auto. In unserer Nähe sind so viele teilAuto-Stationen, dass immer eine spontane Leihe möglich wäre.
    • Wären die Bahnangebote bzw. die ÖPNV-Vernetzung häufiger und günstiger, dann würden noch mehr Gründe für Autofahrten entfallen.

    Wir haben also eine neue Qualität der Mobilität entdeckt und ich für meinen Teil bin froh, mich nicht mehr um ein eigenes Auto kümmern zu müssen. ADAC, Versicherung und Steuern als Einzelposten sind damit auch vom Tisch und es ist viel mehr Platz in der Garage für Fahrräder, Hänger usw.

    Am Jahresende gibt es die tatsächlichen gefahrenen Kilometer auf der Verbrauchsseite zu finden.

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