Kein Spaß - Echt.

Es ist ja nicht so, dass wir hier über die Möglichkeit reden, dass irgendwann mal sich das Klima ändert. Es passiert jetzt schon. Wir sind mittendrin. 3sat zeigte heute in nano eine Reportage über die aktuelle Situation im Westen Australiens. Heftig. Insofern kann man sich nur wundern, wie hier über kleinste Schritte und Einzelaktionen diskutiert wird (aktuell das Tempolimit) - das ist doch gar keine Diskussion. Das muss einfach sein. Und alle anderen Maßnahmen gleich mit. Gleichzeitig. Jetzt! Parallel gibt es ja im Hinterkopf immernoch den Gedanken, das alles so bleibt, wie es ist, bzw. wird, wie es war. Dem ist ja wohl nicht so. Insofern sollte man sich neben den Gedanken, über CO2-Reduzierung, Energiesparen, etc. auch schonmal ernsthaft mit der konkreten Vorbereitung auf neue Klimasituationen vorbereiten.

Ich könnte mir vorstellen, dass in Gebieten, bei denen man davon ausgeht, dass sie in Zukunft wohl eher austrocknen, jetzt in Bewässerung investiert oder in Aufforstung?! Bei Gebieten, in denen es wohl eher nass werden wird, sollte man vielleicht andere Bauformen (Ständerbauten) ins Auge fassen, und diese jetzt schon vorsehen, um nicht später die Bausubstanz zu verlieren?! Was die Beispiele von Südsee-Atollen (wie Tuvalu oder Kiribati - auch ein Bericht in nano) im Kleinen zeigen (sichere Totalüberflutung in den nächsten Generationen) wird auch in anderen Regionen an der Tagesordnung sein. Insofern kann man sich ja auch schon jetzt mal auf große Wanderungsbewegungen einstellen und sich fragen inwieweit bestimmte Investitionen in manchen Gebieten sinn machen oder Infrastruktur in anderen Gebieten aufgebaut werden sollte ... Im Vergleich dazu kommt einem die tägliche Müllvermeidung schon recht mickrig vor :)

veröffentlicht von Martin Kohlhaas am 12.03.2007

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